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Was ist der Binärcode für «Ich liebe dich»?

Wie Technologie unseren Umgang mit Liebe, Beziehungen und Sex verändert

In der heutigen digitalisierten Gesellschaft sind wir miteinander vernetzt wie noch nie zuvor. Doch wie wirkt sich das auf uns Menschen aus? Technologie bringt eine Reihe an Veränderungen mit sich. Viele davon werden als positiv wahrgenommen, trotzdem dürfen Komplikationen nicht unterschätzt werden.

Von Marcia Arbenz und Noémie Lushaj
Lektoriert von Flavia Gorla und Laurina Stählin
Illustriert von Svenja Rangosch

Unsere Grosseltern haben jeweils seitenlange handgeschriebene Liebesbriefe verfasst, als sie voneinander getrennt lebten. Sie berichteten einander wie ihr Alltag war, und vor allem, wie sehr sie sich vermissten. Ähnliche Konversationen finden heutzutage zwischen Menschen in Fernbeziehungen statt. Auch gleiche Gefühle, wie beispielsweise Melancholie und Sehnsucht, kommen hoch. Obwohl sich der Inhalt der Kommunikation zwischen Liebenden, die fern voneinander sind, somit nicht gross verändert zu haben scheint, sind die Mittel dazu jedoch ganz andere. Anstatt Briefe schreiben wir Kurznachrichten, versenden liebevolle Sprachmemos, facetimen stundenlang und schicken uns gegenseitig Nacktfotos auf unsere Smartphones. Heutzutage sind wir nicht mehr an ein Schnurtelefon gebunden, sondern können uns nahezu jederzeit und überall erreichen. Aus diesem Beispiel wird deutlich, wie sehr technische Fortschritte unsere Art, Beziehungen zu führen, verändert haben. Doch die Wirkung dieser Entwicklungen hört noch lange nicht bei unserer Kommunikationskultur auf: Kaum ein Bereich unseres Liebes- und Sexuallebens bleibt von technologischen Einflüssen unberührt. In der endlosen Suche nach menschlichem Kontakt, lernen wir potenzielle Partner|innen über Dating-Apps kennen, schauen Porno-Filme übers Internet, befriedigen uns selbst mit den neusten Sexspielzeugen und werden uns künftig vielleicht in Maschinen verlieben. Welche Vorteile, aber auch Schwierigkeiten und ethischen Fragen tauchen in dieser sich veränderten und scheinbar paradoxen Welt auf?

Tinder & Co. – for better or for worse

Mehrere zehn Millionen Menschen benutzen die bekannte Dating-App Tinder (Bilton, 2014). Der Markt für Liebe und Verabredungen scheint somit zu boomen. Dies widerspiegelt sich auch in der Diversität der Online-Dating-Angebote (siehe Kästchen «Arten des Online-Dating»). Die Nutzer|innen sind bezüglich Alter, Geschlecht und Beziehungsstatus heterogen und die Motive für Online-Dating sind genauso unterschiedlich. Die Beweggründe können hingegen lediglich in zwei Gruppen eingeteilt werden: Intrapsychische Bedürfnisse wie Zeitvertreib, Nähe oder Selbstbestätigung und interaktionale Bedürfnisse, beispielsweise Kommunikation oder Sex (Aretz, Gansen-Ammann, Mierke, & Musiol, 2017). Somit scheint Online-Dating zu der Erfüllung von wichtigen menschlichen Bedürfnissen beizutragen.

Trotzdem gibt es einige negative Folgen dieses Trends. So kann es aufgrund der scheinbar unermesslichen Auswahl zu einer emotionalen Abnutzung und Objektifizierung des|der Partners|Partnerin kommen (Finkel, Eastwick, Karney, Reis, & Sprecher, 2012). Obwohl Nutzer|innen das Bedürfnis haben, authentisch aufzutreten, sehen die meisten Nutzenden ihr Profil gleichzeitig als Mittel, um den Anderen ihr ideales Selbst zu präsentieren. Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis und es kommt zu mehr oder weniger absichtlichen Lügen (Ellison, Heino, & Gibbs, 2006; Toma, Hancock, & Ellison, 2008). Nach Finkel und Kollegen (2012) kann das Kennlernen über eine Online-Plattform zu weniger Zufriedenheit später in der Beziehung führen. Sowohl das Commitment, als auch die Kommunikation würden unter Umständen leiden. Mathematische Matching-Algorithmen seien doch kein magisches Mittel gegen Einsamkeit (Finkel et al., 2012). D’Angelo und Toma (2016) fanden heraus, dass Personen, die eine grössere Auswahlmöglichkeiten an Partnern hatten, nach einer Woche mehr Unzufriedenheit berichteten, als diejenigen Personen, die weniger Auswahlmöglichkeiten hatten. Es scheint so, als würde es insgesamt zu einer Entwertung der Entscheidung für den|die Partner|in kommen (Aretz et al., 2017). Auch gibt es einige Studien, die von mehr Täuschungen und Betrugsdelikten, psychischen und körperlichen Gefahren, wie auch von mehr sexuellen Belästigungen bei Online-Dating berichteten (Aretz et al., 2017). In einer Studie von Andrighetto, Riva und Gabbiadini (2019) konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass heterosexuelle Männer, die von einer fiktiven Online-Dating-Partnerin zurückgewiesen wurden, eine erhöhte Feindseligkeit und Aggressivität gegenüber der Partnerin und Frauen im Allgemeinen aufzeigten. Bemerkenswert ist ausserdem, dass positive Zusammenhänge zwischen den Dark Triad [die Persönlichkeitseigenschaften Machiavellismus, Psychopathie und Narzissmus (Furnham, Richards, & Paulhus, 2013)] und der Nutzung von Tinder gefunden werden konnten (Sevi, 2019).

Alles in allem stellen Dating-Apps eine interessante Möglichkeit dar, Menschen kennenzulernen. Doch wie wird durch diese neue digitale Welt navigiert und wie wird unter anderem mit den eigenen grossen Erwartungen, der Angst vor Catfishes [Personen, die im Netz eine falsche Identität einnehmen (Peterson, 2013)] und der Gefahr einer Entmenschlichung des Gegenübers umgegangen? Zwischen Hoffnungen, Sorgen, Enttäuschungen und Erfolgsgeschichten verraten uns unterschiedliche Menschen in der Rubrik «Willkommen im Tindergarten!» am Ende des Artikels, was sie von Online-Dating halten.

(S)ex machina

Es braucht wenig, damit Personen Objekte anthropomorphisieren, das heisst diese als menschenähnliches Gegenüber oder soziale Akteure empfinden (Döring, 2017). Zum Teil werden sogar emotionale oder körperliche Bindungen mit Gegenständen aufgebaut, beispielsweise mit Teddybären (Döring, 2017). Doch während man nur belächelt wird, wenn man als erwachsene Person noch ein Kuscheltier im Bett hat, erntet man vermutlich entsetzte Blicke, wenn man eine mechanische Sexpuppe oder ein Sexspielzeug offen im Schlafzimmer rumliegen lässt. Nichtdestotrotz wird aus Adam und Eva in nicht allzu ferner Zukunft vermutlich Florence and the Machine: Es gibt Prognosen, die besagen, dass es in 30 Jahren für Menschen normal sein wird, mit Robotern zu schlafen, beziehungsweise in der einen oder anderen Form virtuell Geschlechtsverkehr zu haben (Levy, 2007; Pearson, 2016).

Allgemein wird zwischen Hardware- und Software-Sexrobotern unterschieden (Döring, 2017). Hardware-Roboter können haptisch, visuell, auditiv oder aus einer Kombination dieser Sinne gestaltet sein. Unter Software-Sexroboter ist beispielsweise Virtual Reality (VR) mit oder ohne Teledildonik zu verstehen (Döring, 2017). Teledildonik ist eine Bezeichnung für Sexspielzeuge, die synchron zu einem erotischen Film die Genitalien haptisch stimulieren (Döring, 2017). Pornographische Filme, die für VR-Brillen konzipiert wurden, gibt es bereits. Dabei verschiebt sich die Perspektive des|der Nutzers|Nutzerin – anstelle einer beobachtenden, nimmt man eine aktive Rolle ein (Döring, 2017). Der Film wird dabei in einer Point-of-View-Darstellung, also aus Sicht der Hauptperson, gezeigt. In Zukunft werden wohl auch VR-Spiele für ähnliche Zwecke genutzt werden. Diese sollen immer realitätsnäher werden. Eine Zielgruppe dafür könnten Menschen in Fernbeziehungen sein (Döring, 2017). Beispielsweise soll es möglich werden, durch einen Avatar seinen Partner zu verkörpern oder mit dem Partner live zu interagieren. Ein wenig erinnert diese futuristische Vorstellung an die erste Folge der fünften Staffel aus der Serie Black Mirror: In «Striking Vipers» haben zwei Freunde über ein VR-Kampfspiel eine Affäre miteinander (Harris & Brooker, 2019). Sind solche Szenarien Zukunfts- oder eigentlich doch schon Gegenwartsmusik? Als Zuschauer kann man sich fragen, welche Auswirkungen das Ganze auf die Gesellschaft und auf Individuen haben wird.

Eine kurze Antwort könnte lauten: Man weiss es schlicht und einfach nicht, denn es gibt keine Datengrundlage, auf der man Theorien prüfen oder Schlüsse ziehen kann (Döring, 2017). Trotzdem gibt es zahlreiche Spekulationen, was passieren könnte, wenn Mensch und Maschine miteinander Geschlechtsverkehr haben. Eine Theorie behauptet, dass Menschen – wie beispielsweise der Protagonist von dem Science-Fiction-Filmdrama «Her» (Jonze, 2013) – eine emotionale Bindung zu Robotern aufbauen werden. Dies könnte Einsamkeit reduzieren und Wohlbefinden fördern (Levy, 2007). Beispielsweise könnten Personen durch Beziehungen mit Maschinen den Tod oder eine Trennung des|der Partners|Partnerin besser verarbeiten (Döring, 2017). Die Technologie könnte somit durchaus positive Folgen auf Beziehungen und das menschliche Wohlbefinden haben. Es ist dennoch nicht alles so rosa, wie es scheint.

Ein neues Mittel der Unterdrückung

Die Technologie eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten. Jedoch kann diese auch eine Schattenseite haben und in vielerlei Hinsicht missbraucht werden. Somit finden zum Beispiel sexuelle Gewalt und Frauenfeindlichkeit durch die Technologie neue Ausdrucksformen. Bei Revenge Porn, lieber als Non-Consensual Dissemination of Intimate Images bezeichnet, werden Nacktbilder und -videos ohne Konsens ins Netz gestellt (Maddocks, 2019). Bei Deepfakes oder eher Deepnudes wird dieses Problem durch technologischen Fortschritt nochmals komplexer: Da werden gefälschte Nacktbilder anhand von Machine-Learning-Algorithmen erzeugt (Mahdawi, 2019). Mit jeder neuen Entwicklung entstehen neue ethische Fragen. Dabei stellen Sexroboter keine Ausnahme dar, denn diese können mehr oder weniger direkt Menschen schaden. Zum Beispiel, indem sie unsere Empathiefähigkeit reduzieren (Freuler, 2016). Eine Theorie postuliert nämlich, dass es durch die Nutzung weiblicher Sexroboter von Männern zu einer Bekräftigung der Rolle von Frauen als untergeordnete Sexualobjekte und dadurch zu mehr Unterdrückung und sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen kommt (Danaher, 2014; Richardson, 2015; Richardson, 2016). Diese These basiert darauf, dass gegenwärtig vor allem Männer diejenigen sind, die Sexroboter entwickeln und nutzen (Döring, 2017). Auch wird debattiert, ob kinderähnliche Sexroboter verwendet werden sollen, um Pädophilie zu therapieren. Dabei ist Vorsicht geboten, denn es bleibt unklar, was die Auswirkungen einer solchen Massnahme wären (Freuler, 2016). Zudem ist die Fragestellung nur schwer erforschbar, da ein Forschungsdesign mit einer Kontrollgruppe ethisch nicht vertretbar wäre (Freuler, 2016).

Jenseits des Uncanny Valley

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie Roboter selber behandelt werden sollen. Gilt der sexuelle Konsens auch für sie? Sollte man ihnen insgesamt mit Respekt begegnen und ihnen Rechte geben? Auf solche Fragen folgen oft keine eindeutigen Antworten, sondern weitere Fragen: Haben Roboter etwas wie ein Bewusstsein, eine Seele oder Emotionen? Wie menschlich sind sie im Endeffekt, und was macht überhaupt das Menschsein aus? Momentan sei künstliche Intelligenz noch sehr weit davon entfernt, Bewusstsein zu entwickeln und manche Autoren argumentieren sogar, dass es dies nie tun wird (Widmer, 2018). Darüber hinaus muss noch das Problem des Uncanny Valley (UV) überwunden werden: Die UV-Hypothese besagt, dass menschenähnliche Charaktere, die schwierig von Menschen unterschieden werden können, negative Affekte auslösen (Cheetham, Wu, Pauli, & Jäncke, 2015). Zudem müssen Roboter den Turing-Test (1950) erstmal bestehen. Dieser Test ist eine Art Imitationsspiel, das untersuchen sollte, inwiefern das Denkvermögen von Menschen und von Maschinen gleich, beziehungsweise nicht voneinander unterscheidbar ist. Aber was wird passieren, wenn Roboter eines Tages tatsächlich nicht mehr von Menschen zu unterscheiden sein werden? Wie immer bei solchen Fragen wird uns nur die Zukunft klare Antworten liefern können. Trotzdem kann es nicht schaden, sich jetzt schon Gedanken zu machen und vor allem dieses Thema weiter zu erforschen, um so vielleicht der einen oder anderen Katastrophe vorzubeugen. In der Zwischenzeit können wir versuchen, ab und zu auf Papier und Stift zurückzugreifen und, wie unsere Grosseltern, den Liebsten einen Brief anstatt eine digitale Textnachricht verfassen.

Arten des Online-Dating (Aretz et al., 2017)
Online Kontaktanzeigen: Suche und Selektion der Profile werden einem selbst überlassen. Bsp.: LoveScout24
Online Partner|innenvermittlung: Vorschläge von Profilen, die zu einem besonders gut passen sollten. Bsp.: Parship
Adult-Dating bzw. Casual-Dating: Vermittlung von erotischen Kontakten. Bsp. C-Date
Nischenanbieter: Spezialisierung auf bestimmte Zielgruppen. Bsp. Handicap-Love
Social-Dating: Profile werden in Abhängigkeit von Standort präsentiert. Bsp. Tinder

Willkommen im Tindergarten!

«Ich habe mich erst mit der Person, die ich über Tinder kennenglernt habe, getroffen, nachdem ich sein Instagramprofil gesehen habe. So [über Instagram, Anm. der Autorinnen] haben wir beide gemerkt, dass die andere Person ungefähr so ist, wie sie sich auch auf Tinder gibt.» W, 22 Jahre alt

«Die grösste Gefahr bei Dating-Apps ist für mich, dass ich beginne, Männer als austauschbar zu betrachten. Es ist so einfach, jemand Neues zu treffen, wenn nur schon eine kleine Schwierigkeit bei einem anderen auftaucht. Man vergisst manchmal, dass hinter den Profilen echte Menschen stecken.» W, 23 Jahre alt

«Es ist eigentlich genauso, wie man es erwartet.» W, 22 Jahre alt

«Ich hatte Glück und habe mit den Leuten, mit denen ich mich getroffen habe, nur positive Erfahrungen gemacht (auch wenn es nicht viele gewesen sind). Meine Freundin habe ich auch über eine Dating App kennengelernt und wir sind schon seit zwei Jahren zusammen. Empfehlen kann ich nur, dass man sich möglichst schnell trifft und nicht eine Woche oder noch länger wartet. Wenn man den Menschen vor sich hat, merkt man schnell, ob es passt oder nicht.» W, 23 Jahre alt

«Grundsätzlich bin ich nicht so begeistert, aber das liegt an mir. Ich stelle es mir romantischer vor, jemanden im echten Leben kennenzulernen und Tinder hat so einen negativen Beigeschmack.» W, 22 Jahre alt

«Ich gehe lieber Menschen auf der Strasse ansprechen, als eine Dating-App zu benutzen. Man sieht die Person, die ganze Mimik und Gestik, sie kommen realer rüber.» M, 22 Jahre alt

«Ganz unterschiedliche Erfahrungen. Es haben sich tolle Freundschaften entwickelt, die seit Jahren halten. Aber gleichzeitig habe ich auch meine Ex[freundin] kennengelernt. Ich denke, es ist gut, dass es Tinder gibt. Die Schüchternheit kommt beim Online-Dating nicht in den Weg.» M, 25 Jahre alt

«Was sicher auffällt ist, dass es zu fast nichts führt. Es kommt sicher auf die Region an, aber hier in der Schweiz antworten sicher 95 Prozent nicht. Als Person mit hohem Selbstwertgefühl finde ich, dass ich nicht die Wertschätzung erhalte, die mir zusteht und die ich auch anderen geben würde.» M, 25 Jahre alt


Zum Weiterlesen

Aretz, W., Gansen-Ammann, D., Mierke, K. & Musiol, A. (2017). Date me if you can: Ein systematischer Überblick über den aktuellen Forschungsstand von Online-Dating. Zeitschrift für Sexualforschung, 30, 7-34. doi:10.1055/s-0043-101465.

Döring, N. (2017). Vom Internetsex zum Robotersex: Forschungsstand und Herausforderungen für die Sexualwissenschaft. Zeitschrift für Sexualforschung, 30, 35-57. doi:10.1055/s-0043-101471.

Freuler, R. (2016). Was hat Sex mit Technologie zu tun? NZZ Am Sonntag. Retrieved August 27, 2019, from, https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/serie-unsere-sexualitaet-was-hat-sex-mit-technologie-zu-tun-ld.125903

Literatur

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Andrighetto, L., Riva, P., Gabbiadini, A. (2019). Lonely hearts and angry minds: Online dating rejection increases male (but not female) hostility. Aggressive Behavior. Advance online publication. doi:10.1002/ab.21852

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