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Redaktionsechos

Was ist mehr oder weniger positiv an COVID-19?

Gesammelt von Marcia Arbenz
Lektoriert von der Redaktion

Vera Meier, Ressort Lektorat

Covid hat uns alle gezwungen unseren Alltag mehr oder weniger stark zu ändern. Dabei fand ich es schön, zu sehen, wie die gegenseitige Unterstützung, insbesondere in der Zeit des Lockdowns, auflebte. Der Fokus wurde in dieser aussergewöhnlichen Phase aus meiner Sicht auch mehr auf die persönlichen Gespräche über diverse mediale Mittel und ein bisschen weniger auf den Konsum gelegt. Das fand ich sehr schön. Ob dies in dieser Form anhält wird sich zeigen. Nun werden aus meiner Sicht aber leider die negativen Seiten der Pandemie auch immer deutlicher. Mir persönlich macht besonders die wirtschaftliche Entwicklung und indes das Ansteigen der Arbeitslosigkeit Sorgen. Viele Menschen haben grosse Angst um ihre Existenz. Diese Problematik wird uns vermutlich noch eine ganze Zeit lang beschäftigen.

Julia J. Schmid, Ressort Autor*innen

In dieser herausfordernden Zeit während des Lockdowns habe ich einen geliebten Menschen verloren. Eine Beerdigung mit limitierter Anzahl Gäste, kein Traueressen, kein Händeschütteln, kein Singen und vor allem, keine Umarmungen. Die Einschränkungen waren enorm. Dennoch fühlten wir die Verbundenheit. Tröstende Worte, verständnisvolle Blicke, traurig-schöne Anekdoten. Wir waren gemeinsam im Augenblick. Ich denke, diese Zeit lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Wesentliche: Uns selbst und die Menschen, die wir lieben.

Marcia Arbenz, Präsidium

2020 – das Jahr in dem ich möglichst frei in der Welt herumreise, Praktika im Ausland absolviere und in der Fremde mich selbst besser kennenlerne – dachte ich zumindest. Durch das Virus wurde ich fast aller dieser Chancen beraubt. Glücklicherweise ergaben sich andere Möglichkeiten in der Schweiz, Abenteuer mitten im Vertrautem und der Zwang, sich selbst in der gefühlten Gefangenschaft zu begegnen. Nicht planen oder fliehen zu können, hat mich dazu gebracht die Schönheit der Gegenwart anzuerkennen. Und das machte mich dann doch frei.

Janice Lienhard, Ressort Illustration

Die Corona-Zeit fühlt sich etwas wie ein weltweiter Neustart an. Nur scheint es so einer zu sein, wo der Computer zuerst noch ein paar hundert Updates machen muss. Aber ich denke, wenn COVID-19 uns etwas gegeben hat, dann ist es ein neuer Blick aufs Leben. Was uns passt, was wir vermissen, wenn wir in Quarantäne sind, und was wir ändern wollen, wenn alles wieder läuft.

Noémie Lushaj, Präsidium

Die Pandemie ist ein Katalysator: Die Schwachstellen unserer Regierungen werden sichtbarer denn je, psychische Probleme verschärfen sich, soziale Ungleichheiten werden grösser und immer unerträglicher. So protestierten Millionen Menschen weltweit gegen Rassismus und Polizeigewalt: «Black Lives Matter»! Wenn die Welt simultan in Panik gerät und erstaunlich stillsteht, so finden wir Zuflucht an Orten, die uns Halt bieten – für mich vor allem Kunst und Freundschaft. Mitten im Chaos also eine Gelegenheit zur echten menschlichen Verbindung, Selbstausdruck, Rebellion und Sinnsuche in einer schmerzlich sinnlosen Welt.

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